Arbeitsprogramm 2010 – “Kommt zu uns wir haben Kekse!”

Präambel


Unser Arbeitsprogramm für das Jahr 2010 steht unter einem ungewöhnlichen Motto. Dieses Motto soll stutzig machen; soll fragen lassen, was damit gemeint ist; soll ebenso stolpern lassen über Unerwartetes wie auch Neues denken lassen. Zugleich steht das Motto aber auch für einen wesentlichen Schwerpunkt im Arbeitsjahr 2010: die Neumitgliederkampagne. Wir wollen, dass sich möglichst viele junge Menschen für Politik begeistern; dass sie erkennen, dass Politik auch die Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes ist, dass man hier seine ganz eigene Lebenserfahrung und Situation einbringen kann. Und ja, dabei versuchen wir sie auch, mit Keksen, also Anreizen zu locken. Politik für junge Menschen ist immer noch am schönsten und leckersten bei den Jusos!
Außerdem ist es ein Motto, von dem wir glauben, dass es jugendsprachlich besser ankommt und im Sprachgebrauch der Jugendlichen stärker verankert ist, als manch gestelzter Satz.
Für das Arbeitsprogramm haben wir uns wesentliche Bereiche herausgesucht und näher ausgeführt; diese bilden die Grundlage unserer Arbeit. Weitergehendes ist vorgesehen. Zusätzliche Aktivitäten wie die Gründung unseres Chors zur Pflege des Arbeiterliedergutes oder die Stärkung der Fußballmannschaft laufen selbstverständlich parallel.

Neumitglieder

Neumitglieder sind die Basis unserer Arbeit. Um den erfreulichen Anstieg der Zahl unserer Mitglieder in den letzten Jahren beizubehalten, wollen wir weiterhin einen Schwerpunkt auf Neumitgliedergewinnung und Neumitgliederbetreuung legen. Dazu werden wir zusammen mit der SPD Stuttgart eine Kampagne zur Gewinnung neuer Mitglieder gestalten und mindestens ein Neumitgliederseminar veranstalten.

1. Eine Kampagne

für viele Neue Im letzten Jahr konnten wir unsere Mitgliederzahl um gut 80 GenossInnen auf 400 steigern. Diese erfreuliche Entwicklung wollen wir in den nächsten Jahren beibehalten und weiterhin ausbauen. Deshalb haben wir uns 500 Mitglieder bis Ende 2011 als ein realistisches Ziel gesetzt. Um dies zu erreichen werden wir in Zusammenarbeit mit der SPD Stuttgart eine Neumitgliederkampagne ausarbeiten und umsetzen. Dazu wird ein Organisation-Team, bestehend aus VertreterInnen von Juso-Kreisvorstand, AGen, HSGen und einfachen Mitgliedern, gebildet. Dadurch wird auch gewährleistet, dass
die Kampagne sowohl auf Kreis- als auch auf Stadtteilebenen umsetzbar und dennoch vernetzt ist. Weiterhin wird das Orga-Team bereits bestehende Kampagnen anderer Kreisverbände analysieren, um funktionierende Ideen mit einbinden zu können.

Die Kampagne selbst sollte im Sommer stattfinden, da hier Leute am besten zu erreichen sind. Als Ort der Kampagne könnten zum Beispiel Biergärten, Kneipen oder auch der Schlossgarten dienen. Um für potentielle Neumitglieder ansprechend zu sein, sollte die Kampagne jung und dynamisch sein und somit auch mit neuen Medien arbeiten. Eine Idee hierzu ist, sie interaktiv zu gestalten, sodass die Angesprochenen selbst Teil der Kampagne werden. Dies könnte ähnlich wie bei der »party-LINKS«-Aktion funktionieren, sobald man selbst betroffen ist, steigt das Interesse. Die genaue Ausarbeitung obliegt dem Orga-Team.

2. Informieren, Kennenlernen, Aktivieren unsere Neumitgliederseminare

Sowohl unsere Neumitglieder, die in letzter Zeit eingetreten sind, als auch die durch die Kampagne angeworbenen Neulinge müssen in den Kreisverband eingegliedert werden. Dazu veranstalten wir Neumitgliederseminare, das erste bereits im Februar, bei Bedarf ein weiteres im Herbst.
Mit diesen Seminaren verfolgen wir drei Ziele, die durch ReferentInnen und Workshops erreicht werden sollen:
a. Informieren Wir werden unsere Struktur und den Aufbau der Jusos und der SPD darstellen und aufzeigen, wo man überall aktiv werden kann. Dazu gehört auch z.B. die Zusammensetzung verschiedener Gremien oder auch, wie Anträge aufgebaut sind, wozu sie dienen und welchen Weg diese gehen, um ihr Begehren zu erreichen. Ein weiterer und essentieller Punkt ist die Erläuterung der Abkürzungen, die im Juso-Sprachgebrauch zuhauf vorkommen.
Weiterhin wollen wir uns und unsere Mandatsträger (soweit vorhanden) vorstellen. Dazu werden wir eine(n) externe(n) Referenten/-in einladen. In den Workshops wird es hauptsächlich um die Behandlung verschiedener für uns relevanter Themen gehen, um unsere Inhalte und Positionen aufzuzeigen bzw. diskutieren zu lassen. Dies wird sich an unserer normalen (PG-)Arbeit orientieren und
z.B. WiSo, Kommunales (ÖPNV), Bildung, Antifa etc. sein.
b. Kennenlernen Das zweite Ziel ist, uns vorzustellen und unsere Neumitglieder kennenzulernen. Dazu wollen wir unseren Kreisverband, Kreisvorstand und AGen und HSGen vorstellen. Andersherum wollen wir unsere neuen Mitglieder kennenlernen, woher sie kommen, was für Interessen sie haben und was für Erwartungen sie an uns und die Jusos haben. Und zu guter Letzt sollen sie sich natürlich untereinander kennenlernen, wer Kontakte knüpft, kommt eher wieder.
Aus Punkt a. und Punkt b. ergibt sich das dritte und wichtigste Ziel, die Aktivierung der Neumitglieder für die Jusos Stuttgart.
Das erste Seminar soll eintägig an einem Samstag im Februar stattfinden. Eingeladen werden hierzu alle Neumitglieder seit Anfang 2009, das Seminar wird allerdings, falls nötig, auf 25 Teilnehmer be-grenzt.

3. Die Arbeitsgemeinschaften – Basis unserer Arbeit

Die Arbeitsgemeinschaften sind ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Dazu müssen neue AGen gegründet und bereits bestehende gestärkt werden. Deshalb wollen wir die AGen stärker mit dem Kreis vernetzen und regelmäßig einmal im Quartal ein Treffen von AG-/HSG-Sprechern und VertreterInnen des Kreisvorstandes abhalten. Dies soll zum besseren Austausch untereinander dienen und gemeinsame Aktionen unter den AGen möglich machen. Weiterhin sollen die AG-Sprecher gestärkt und ihre Rolle im Kreisvorstand neu definiert werden.
Auch in Kreis-Vollversammlungen sollen AGen besser integriert werden. Dazu wird es wieder regel-mäßig den »Bericht aus den AGen« als festen Bestandteil der Tagesordnung geben. Außerdem wird den AGen die Möglichkeit geboten, selbst eine Kreis-Vollversammlung zu veranstalten und zu organisieren und zusätzlich sogenannte »Antragspatenschaften« zu übernehmen, in denen die AGen bestimmte Themen behandeln und einen Antrag hierzu verfassen werden.
Außerdem sollen schwache AGen Unterstützung durch Anwesenheit und Mithilfe bspw. bei der Organisation von Aktionen durch den Kreis und andere benachbarte AGen erhalten.

4. Die Hochschulgruppen als wichtiger Pfeiler der Bildungspolitik

Den Kontakt zu den Juso-Hochschulgruppen an der Uni Stuttgart und der Uni Hohenheim werden wir weiter intensivieren und stehen darüber hinaus offen für die hochschulpolitische Arbeit von Studie-renden der anderen Stuttgarter Hochschulen.
Gerade in Baden-Württemberg als einem Bundesland ohne verfasste Studierendenschaft ist es wichtig, dass die Juso-Kreisverbände nicht nur Ansprechpartner für die Juso-Hochschulgruppen sind, sondern auch administrative Hilfe leisten. Dies hat sich in der Vergangenheit bewährt und wird fortgeführt.
Wir werden weiterhin den bundesweiten Bildungsstreik unterstützen sowie bei der kommenden Kampagne der Juso-Hochschulgruppen in Baden-Württemberg Hilfe leisten.
Gemeinsam mit den HSGen werden wir uns dafür einsetzen, dass hochschul-und bildungspolitische Themen eine wichtige Rolle im Wahlkampf der Landtagswahl 2011 spielen.

Online-Strategie

Wir Jusos wollen das Internet, seine Dienste und Technologie nutzen. Das passiert schon jetzt auf vielen verschiedenen Ebenen. Es existieren bereits viele private Profile auf Facebook, Twitter, oder auf flickr, die genutzt werden, um unsere Politik und unsere Meinung öffentlich darzustellen. Im letzten Jahr haben wir, die Jusos Stuttgart, schon in viele Dinge hineingeschnuppert, die es nun logisch und sinnvoll zu vernetzen gilt.

1. Auftritt im Internet

Es wird einen kompletten Relaunch unseres offiziellen Internetauftritts »jusos-stuttgart.de« geben. Die Webseite wird nicht nur einem Facelifting unterzogen, sondern komplett neu aufgebaut. Diese Webseite wird die zentrale Anlaufstelle für uns, unsere Wähler, Freunde, Bekannten, Interessenten und auch unsere politischen Gegner sein, um zu informieren, aktuell zu bleiben und zu diskutieren! Wir schaffen nicht nur eine einfache Webseite, sondern eine Kommunikationsplattform im Internet, zu der jeder eingeladen ist, um mit uns Kontakt aufzunehmen.
Die bereits vorhandenen Profile und Accounts, beispielsweise unser Twitter-Account »@jusos0711« oder die Fan-Seite auf Facebook, werden aktiv in die Webseite eingebunden. Das bringt uns eine neue Dynamik im Web, die wir bisher nicht hatten. Das setzt aber auch ein gewisses Mindestmaß an Aktualität und Qualität der Inhalte voraus. Dazu mehr unter Punkt 3 »Content Management«.

2. Social Media

»Social Media« nutzen wir bereits in vielerlei Hinsicht. Teils bewusst und teils sogar unbewusst. Aber was bedeutet »Social Media« eigentlich? Allgemein formuliert ist das ein Sammelbegriff für all die Webseiten und Plattformen, die es den Nutzern erlauben zu interagieren und sich zu vernetzen. Soziale Netzwerke (Facebbok, studiVZ o. Ä.), Foto-Communities (flickr, photobucket o. Ä.), und Wikis (Online-Enyklopädien wie Wikipedia) oder auch Weblogs sind nur einige Beispiele.
Wir wollen unsere Aktivitäten auf diesen Plattformen weiter nutzen, ausbauen und vernetzen. Eine Bestandsaufnahme zeigt, dass wir hier auf einem sehr guten Weg sind.
Twitter Seit dem Frühjahr 2009 twittern wir unter »@jusos0711«. Dort haben wir bisher knapp 200 Kurznachrichten abgesetzt und 374 Follower, die unsere Nachrichten abonnierten.
Facebook Wir haben eine eigene Gruppe und eine Fan-Seite mit knapp 175 Fans, die uns dort unterstützen. Die Statusupdates, die dort veröffentlicht werden, kommen direkt aus Twitter oder werden manuell über Facebook veröffentlicht.
Party-links.com Auf dieser Seite landen unsere Fotoaktionen und Bilder der Kneipentouren, die wir veranstalten. Die Bilder werden auf flickr gehostet und auf der Webseite dargestellt. Besucher haben die Möglichkeit, dort ihre Fotos anzuschauen und uns Kommentare zu schreiben.
Flickr In der Fotocommunity flickr haben wir ebenfalls einen eigenen Account und eine Gruppe eingerichtet, in der unsere Bilder zusammengefasst werden. Eine Einbindung von Bildern privater Accounts ist möglich und ausdrücklich gewünscht.

Eine Erweiterung zu den bestehenden Tools, die wir nutzen, wird ein Online-Kalender sein, um Termine über unsere Webseite automatisch zu veröffentlichen. Außerdem werden wir einen Blog einrichten, in dem wir unsere Themen und Inhalte veröffentlichen.
Natürlich bleiben wir an dieser Stelle nicht stehen, sondern beobachten das Netz ganz genau, wo interessante Angebote entstehen, die wir für uns nutzen können und wollen.

3. Content Management

Inhalte wollen nicht nur erstellt, sondern auch organisiert, archiviert und veröffentlicht werden. Die technische Grundlage für die Webseite wird durch das Content-Management-System Wordpress realisiert. Das ist die gängigste Software, um beispielweise Weblogs zu betreiben und auf simple Art und Weise Inhalte im Internet zu veröffentlichen.
Nun gibt es eine Menge an Diensten, die bedient und gefüttert werden wollen. Das kann und soll kein einzelner alleine tun. Deshalb wollen wir eine Online-Redaktion bilden, die dafür entsprechend geschult wird. Im Frühjahr 2010 ist daher ein Workshop geplant, der den technischen und inhaltlichen Umgang unseres Internetangebotes schulen wird.

5. Interne Kommunikation

Unsere interne Kommunikation betrifft all das, was unsere eigentliche politische Arbeit ausmacht. Ob das nun eine Vollversammlung, eine AG-Sitzung oder eine Mail an den Aktivenverteiler ist. Diese Kommunikation wollen wir ausbauen. Es geht darum, unsere Arbeit und Diskussionen für uns zu archivieren und zu ordnen. Zu diesem Zweck bauen wir ein internes Forum im Internet auf. Zugang dazu werden ausschließlich Mitglieder der Jusos Stuttgart haben, die anschließend für den entsprechenden Bereich – Arbeitsgemeinschaft des Stadtteils oder eine Projektgruppe – freigeschaltet werden.
Die Administration und Nutzerverwaltung wird vom Kreisvorstand und der Online-Redaktion übernommen.

Stärkung unserer Position auf Kreis- und Landesebene

Wir Jusos haben im vergangenen Jahr insbesondere auf Kreisebene zunehmend Verantwortung übernommen. Der Kommunal- und Europawahlkampf sowie der Bundestagswahlkampf wären ohne uns in dieser Form nicht möglich gewesen. Die Anerkennung unserer Arbeit hat unsere Position innerhalb des Kreisverbands gestärkt. Dem wollen wir auch im Jahr 2010 gerecht werden.
Hierzu gehört, dass wir den Anspruch haben, uns inhaltlich und personell auf Kreis- und Ortsvereinsebene einzubringen. Wir verstehen uns als inhaltlicher Motor der Partei und wollen die Politik der SPD kritisch und konstruktiv mitgestalten. Dies bedeutet auch, dass wir junge SozialdemokratInnen dazu ermutigen, für Ämter in den Vorständen und Gremien der Partei zu kandidieren.
Die Kreisdelegiertenkonferenz möchten wir weiterhin dazu nutzen, unsere Inhalte in die Partei zu tragen und Mehrheiten für eine progressive, linke Politik zu gewinnen. Die Kreiskonferenzen waren bereits im vergangenen Jahr von der enormen Präsenz und den qualitativen Anträgen der Jusos geprägt. Diese Entwicklung ist besonders erfreulich, aber auch Ansporn für das Jahr 2010. Daher möchten wir Projektgruppen aufbauen, aus denen inhaltlich hochwertige Anträge zur politischen Ausrichtung der SPD Stuttgart hervorgehen.
Auf Ebene der Ortsvereine sehen wir Probleme, die insbesondere mit der Alterung der SPD einhergehen. Deshalb werden wir dazu beitragen, dass das Fundament unserer Partei gestärkt und dort, wo nötig, erhalten bleibt. Dies bedeutet, dass wir uns neben den Juso-AGen in den bestehenden Ortsvereinsstrukturen, insbesondere den Vorständen, auf Mitgliederversammlungen und in den Bezirksbeiratsfraktionen einbringen.
Auf der Juso-Landesebene werden wir unsere konstruktive Arbeit fortsetzen. Die Landesdelegiertenkonferenz im Mai und die Sitzungen des Landesausschusses wollen wir dazu nutzen, Mehrheiten für unsere Positionen innerhalb des Landesverbandes zu finden. Hierzu werden wir auch mit anderen Kreisverbänden im Austausch bleiben, um gemeinsam Inhalte zu erarbeiten. Als größter Juso-Kreisverband des Landes Baden-Württemberg haben wir den Anspruch, die Ausrichtung des Landesverbandes und die Arbeit des Landesvorstandes aktiv mitzugestalten, aber auch kritisch zu begleiten.
Aus Sicht des Kreisverbandes ist die derzeitige Personalsituation im Landesvorstand unbefriedigend. Deshalb werden wir Jusos Stuttgart auf landesweiten Veranstaltungen wie Verbandswochenenden, Regio- und Neumitgliederseminaren präsent sein und eigene Angebote machen. Kreisübergreifende Veranstaltungsreihen, wie zum Thema Feminismus, werden wir fortführen und ausbauen.

Veranstaltungen und Präsenz außerhalb des Wahlkampfs

Nach unserer Wahlanalyse mussten wir feststellen: Die SPD hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Dieses aufzulösen wird kein einfacher und schneller Weg sein. Er erfordert, dass wir nah bei den Menschen sind. Wir müssen gerade jungen Menschen zeigen, dass die Politik auch außerhalb von Wahlkampfzeiten präsent ist und Angebote macht.
Daher möchten wir im kommenden Jahr eine monatliche Standaktion an einem zentralen Platz der Stuttgarter Innenstadt veranstalten. Die Durchführung soll zwischen Kreisverband, AGen und Hochschulgruppen rotieren. Zusätzlich möchten wir mit unseren Kneipentouren »party-LINKS.com« eine besonders beliebte und erfolgreiche Aktion aus dem Wahlkampf fortführen.
Als zweites Standbein unserer Präsenz sollen verschiedene Veranstaltungsformen dienen. Vorträge und Podiumsdiskussionen als Beitrag zur politischen Bildung werden wir als Jusos oder gemeinsam mit anderen Organisationen durchführen. Weiter wollen wir die AGen dazu ermutigen, Stadtteilkinos aufzubauen. Der Kreisverband prüft zudem, ob die Möglichkeit besteht, ein eigenes, zentrales Angebot, beispielsweise einen Tatort-Abend, zu machen.
Als eine besondere Form der Veranstaltung soll das Konzept der »RedLounge« fortgeführt werden. Als Ziel setzen wir uns, an einem festen Veranstaltungsort mehrere Male im Jahr, Prominente aus Politik und Gesellschaft zu präsentieren. Junge Menschen sollen die Möglichkeit erhalten, mit interessanten Persönlichkeiten in ungezwungener Atmosphäre ins Gespräch zu kommen.
Stadtteilfeste sind eine weitere gute Gelegenheit, mit den Menschen aus den Stadtbezirken in Kontakt zu treten. Die Umsetzung liegt in der Zuständigkeit der AGen, wobei der Kreisverband sowohl finanzielle als auch personelle Unterstützung bietet.

Zusammenarbeit mit linken, progressiven Kräften und politischen Jugendorganisationen

Wir haben feststellen müssen, dass die SPD in der Gesellschaft nicht mehr in dem Maß verankert ist, wie sie es früher war. Deshalb müssen auch wir im Sinne unserer »Doppelstrategie« die Zusammenarbeit mit anderen politischen und außerparlamentarischen Kräften intensivieren. Wir müssen ›raus zu den Menschen‹.
Die politische Nähe zu Bündnispartnern wie der Antifa, den Falken und den im Stuttgarter Krisenbündnis beteiligten Organisationen müssen wir nutzen, um den gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten und um für uns Jusos und die Sozialdemokratie zu werben. Möglichkeiten bestehen dabei im Austausch von ReferentInnen, Präsenz auf Demonstrationen, gemeinsamen Pressemitteilungen und Infoveranstaltungen oder Aktionen gegen rechts.
Mit anderen politischen Jugendorganisationen wollen wir im Austausch bleiben. Wir versuchen mit dem Ring politischer Jugend gemeinsame Veranstaltungen zur politischen Bildung durchzuführen, uns aber auch im Rahmen von gemeinsamen Freizeitaktivitäten besser kennenzulernen. Dem Oppositionsstammtisch kommt hier eine besondere Rolle zu: Als linker Richtungsverband innerhalb der SPD werden wir versuchen, mit den progressiven Jugendparteien der Grünen Jugend und der Linksjugend ‘solid engen Kontakt zu halten.
Erfreulicherweise haben fast alle Stuttgarter Stadtbezirke erneut einen Jugendrat. Wir werden diese politisch engagierten Jugendlichen unterstützen.

Austausch innerhalb der Sozialdemokratie

Nicht zuletzt die Debatte um die Netzsperren hat gezeigt, dass generationenübergreifende Meinungsverschiedenheiten zu falschen politischen Entscheidungen führen können. Deshalb wollen wir auch innerhalb der Partei zu einem verstärkten Austausch kommen, insbesondere dann, wenn kritische Themen auf der Agenda stehen. Mit der AG60+ möchten wir deshalb den Austausch zu Themen wie Internet, Rente oder Demographie und Leben im Alter befördern.
Auch das Thema Frauen und Feminismus haben wir zuletzt intensiv begleitet. Innerhalb der SPD Stuttgart wollen wir versuchen, die Vernetzung und den Austausch unter den Frauen zu fördern und, wenn möglich, die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) wiederzubeleben.
Darüber hinaus möchten wir den Austausch mit anderen sozialistischen Jugendorganisationen der IUSY verstärken. Unseren Austausch mit den GenossInnen aus Lyon wollen wir fortführen. Zusätzlich möchten wir unsere Kontakte zu den JungsozialistInnen aus Sarajevo, der Schweiz, Spanien und Finnland nutzen, um weitere Möglichkeiten des Austausches zu finden.

Videos, Slideshows and Podcasts by Cincopa Wordpress Plugin